• 2007 - Neues Jahr, neuer Blog - 2007

    Um die Flugbewegungen und unglaublichen Abenteuer weiterhin beobachten können:

                               http://schirmherr.wordpress.com/

    da schirmherr (angeblich)

  • Fragestunde. Heute: Paragleiten?

    Zu allererst, danke an die Spaziergänger, Wandersleute und andere lustigen Menschen, die uns dann und wann an ihren, manchmal wohl auch schmerzhaften Gedankengängen teilhaben lassen.
    Bei uns wird ihnen geholfen!
    Hier einige der besten Fragen und Meldungen, (abgesehen von "kann man den Gleitdrachen auch steuern?") die jemals an Paragleiterpiloten gerichtet wurden.

    "Steh am 12er Horn, kommt einer vorbei und fragt: wo kann man sich
    so etwas ausborgen, würd auch gern mal runterspringen
    ..."

    "Wank Startplatz im Winter, keine wirklich guten Startbedingungen,
    älterer Wanderer spricht mich an: Würden sie sich bitte etwas beeilen,
    uns wird kalt."

    "Einer meiner ersten Höhenflüge am Härmelekopf (Seefeld). Hinter mir
    die Zuschauer.Tochter: "ohh, ist der mutig, das würd ich mich nicht trauen.
    Du Mama, kann das der Papa auch???
    Mama: "Nein, der ist ein Weichei!"

    "Irgendwo im Mölltal...
    Tourist: "Entschuldigung, könnten sie mir sagen wie der Berg dort
    drüben heißt?"

    Schluchti: "Wöchana?"
    Tourist: "Ohh, Danke!"

    "Auf die Frage, was ich denn in dem Riesenrucksack habe antworte ich
    (bevorzugt in öffentlichen Verkehrsmitteln): "Das Zeug, mit dem ich gleich
    in die Luft gehe!"

    "Bemerkenswerter Durchblick neulich bei einem etwa 80-jährigen,
    dicken Rentner am Startplatz des Diedamskopf (auf eine Krücke
    gestützt, mit der anderen Krücke auf einen eben gestarteten
    Gleitschirm weisend, den es nach 200 m abgleiten das erste Mal
    etwas hebt):
    "Jawoll! Einkreisen!!!" (im Befehlston)
    Hat mich irgendwie an Indianerüberfälle auf Wagenburgen erinnert.
    Aber recht hatte er schon."

    "Gröden/Italien:
    Wir breiten unsere Gleitschirme aus und ein Italiener kommt
    schüchtern des Weges und macht uns mit Handzeichen klar, dass er
    gerne mal das Tuch anfassen würde.Wir gewährten ihm natürlich seine
    Bitte und er fummelte, was das Zeug hält...
    Danach dreht er winkend ab, läuft zu seiner Frau und ruft:"GORE TEX!"

    "Zwei ältere Paare am Tegelberg. Die beiden Männer stehen hinter
    der Absperrung und die beiden Frauen sind direkt auf dem Startplatz
    (gerade nicht viel los). Da entdeckt einer der Männer das Schild
    "Zutritt nur für Drachen- und Gleitschirmpiloten".
    Daraufhin ruft er recht laut über den Platz: "He ihr Beiden. Ihr seid zwar auch zwei Drachen, habt aber da vorne trotzdem nichts verloren"!

    "Albanien. Bin mit einem Guide ein paar Stunden lang auf einen Berg gestiegen. Oben 30er Rückenwind. Ich: "Hmm, kann nicht fliegen - zu viel Wind". Er, grinsend: "Feigling". Ich: "Das hat nichts mit Feigheit zu tun, das geht einfach nicht". Er: "Mir geben Fallschirm, ich springe". Ich: "Nein, das geht nicht, man muss zuerst bei einfacheren Bedingungen lernen, sonst ist das zu gefährlich".Er, leicht verärgert: "Ich mit Serben gekämpft und in Kosovo 10 Männer mit Messer töten! ich jetzt springen!!!"...

    "Bin schon öfter mit Packsack quer durch München mit der U-Bahn. Einmal saßen mir 3 Mädels gegenüber, guckten die ganze Zeit auf den Packsack, tuschelten und kicherten.
    Hab ich sie gefragt: "Was los Mädels, noch nie 'n Kerl mit so 'nem dicken Sack gesehen?" Die 6 roten Ohren hättet ihr sehen sollen...

    (Quelle: DHV Forum)

    Anmerkung: Falls sie überhaupt nie grinsen mussten...denken sie darüber nach.
    Der Rest: Sie tragen das "Vogel-Gen" in sich und sollten unbedingt dieser Sucht verfallen.

    Gruss, da schirmherr

  • Im Grazer Künstlerpuppenhaus..."dreimal fliegen bitte" bitte!

    Nachdem ich mir hunderte Fluggeschichten über den Schöckl (Stmk) anhören habe müssen, wollte ich den besagten Berg mal selbst so richtig antesten.
    Schön war's, obwohl ich den Verdacht hege, dass der Berg nicht alles gezeigt hat was er kann. Mich anfixen, um das Wiederkommen zu garantieren auf jeden Fall. Recht so!

    Nach einer, für anspruchsvolle Touristen, sehr gelungenen Stadtrundfahrt (insbesondere zu empfehlen für Kegelrunden und Mud-Terrain Fetischisten) ging es ohne jeglichen Zeitverlust Richtung Flugberg.

    War beeindruckt über die Flugbegeisterung der Grazer. Weniger allerdings über die verminderte Startwilligkeit eben dieser. Manche musste man zu ihrem Glück schon fast zwingen (so auf "auf dem Regenbogen tanzen können wir ein andermal, da wart ich doch lieber auf Rückenwind").
    Nach dem Start war arbeiten angesagt, um die schon schwache Herbstthermik mitzunehmen. Beim zweiten Flug hab ich leider den ansich starttechnisch schon sehr stabilen und gut eingestellten Polansk verloren und musste eine Solonummer vorführen (nur der halbe Spass, wo Paragleiten doch so ein Mannschaftssport ist...zumindest nach der Landung!).

    Nach langer, langer Suche und vielem "'s wird schon nix passiert sein und sonst bin ja ich noch da", gings dann ins Künstlerpuppenhaus.
    Danke der ganzen Kommune für's Bett, die vier Wände und das klitzekleine Fenster, der Christina auch für das leckere Essen.

    erfolg durch qualität

    polansk, und die Sonne lacht!
    haltungsnote 10

    Arbeitsplatz mit bester Aussicht blog

    ruhige luft, do wird ma lässig

    Landeplatzhektisches leinenziehen vor der landung würgen, einfach nur würgen...

    Am Abend selbstverständlich Graz unsicher gemacht, über alte Zeiten geplaudert und wahre Helden des Alltags kennen gelernt (von hier aus, wirklich alles Gute für die bevorstehende Lokaleröffnung...die Gerechtigkeit wird siegen;-)).

    Nach viel zu wenig Schlaf, zu heftigem Kopfweh und einem, meiner Erinnerung nach sehr turbulenten Flug (es hätte einem schlecht werden können dabei) ganz tapfer die Heimreise angetreten.

    Soviel zu Graz...und da zieh ich halt weiter auf der Suche nach sich erwärmenden, aufsteigenden Luftmassen.

    Grüss Gott

  • solobesteigung meines geburtsortquasihausbergs

    Ein jeder der beim Fliegen hoch hinaus will und den Landeplatz zwischen Daumen und Zeigefinger bekommen möchte, sollte mit dünner Luft umgehen können. Ich übe,... manchmal auch zu Fuß!


    einmalum100

    80Graddrehen

                          schattenmann

    ...der ach so sportliche und naturverbundene schirmherr!

    kleine zehennote für den polansk: junge, is jo ois nur spass!

  • 12.09.06 ...flog wie am Schnürchen - Ternberg

    Bin auf gut Glück nach Ternberg gefahren. Hat eigentlich alles nicht besonders verlockend ausgesehen im Vorfeld und von Rekorde brechen konnte keine Rede sein (obschon ich immer ein bisschen bereit bin).

    Doch sobald man verinnerlicht hat, dass beim Fliegen nichts erzwungen werden kann und man im Vorfeld nie weiß, was man bekommt, hat man schon einen Grund mehr und sich selbst überlistet. Wie schön!
     
    Drei eingeschworene Hausbergflieger (und obendrein ausgemachte Traumtänzer) samt Fluggerät sardinengleich ins Auto geschlichtet und das Herndleck (oberer Startplatz) gekonnt erklommen. 

            Inversion

    Wahrscheinlich auf Grund der "klaren" Inversion wollte dieses unbedingt erwünschte Bauchkribbeln nicht aufkommen.
    Die Erwartungshaltung blieb demnach gering und der Puls auf Scharfschützenmodus.

    Gleich nach dem Start links weg und Richtung Brandkogel. Kein Bocken, kaum Thermikansätze (die Luft ist mittlerweile etwas tot).
    Gut Willens flog ich den Grat von hinten nach vorne ab.
    Gleiter!
     
       90 Grad Ennsufer

    Man will ja nichts unversucht lassen, deshalb der zweite Flug an diesem Tag. Andere Variante, gleiches Ergebnis!

    Start am Brandkogel Richtung Nord. Den Grat möglichst eng genommen, mich ein wenig raufhanteln können, und noch ein wenig, und noch... - Gleiter!

       Arbeitsplatz

    Den Landeanflug wollte ich mir selbst nochmal spannend gestalten und habs besonders knapp zu den Bäumen probiert.

    Hat furchtbar lässig ausgesehen, weils gut gegangen ist:-)!

    Fazit: 2 Flüge - freuen!!!

    schirmherr

    Flugzeit: 25 min (Summe aller Flüge)

  • 09.09.06 Von Burgen und Rittern...

    Zwei feindliche Brüder sollen oben auf dem Felsen miteinander gerungen und sich zu Tode gestürzt haben, ein alter Minnesänger habe im gotischen Gemäuer gehaust, auch Raubritter und Schnapphähne auf Altpernstein hätten zu Zeiten, die Berglehne heruntergaloppierend, ins Steyrische ziehende Kaufleute, um einiges erleichtert, heißt es in Sagen.

    Burg Altpernstein

    Man wird es nicht glauben, geflogen bin ich trotzdem nicht!

    Obschon das Wetter (für das Fußvolk) wunderschön, und der Flugwetterbericht alles nur Denkbare versprochen hatte, man konnte sich drehen und wenden wie man wollte, die Windrichtung war die falsche.

    Tom und sein Gin

    Der Tom ist dann doch raus mit seinem Hochleister (fliegende Wasserwaage: einmal verrutschen und alles geht schief) und wurde hinaufgerissen, durchgeschüttelt und hinuntergespült bis er endlich wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte. Zum Landeplatz ist an dem Tag keiner gekommen.

    Und obwohl ich mich 150 Höhenmeter (Burgparkplatz) hinaufgequält hatte konnte ich erstaunlich leicht auf diesen "Ritt" verzichten (mein Gott bin ich weise geworden).

    Aber seid auf der Hut, wenn die Luft wieder broddelt und thermikgeschwängert ist, werde ich mit Sichel und Hammer gewaffnet bereit sein, um beim Luftkampf um Altpernstein meinen Mann zu stehen (und mein Knappe der polansk darf auch wieder mit)

    schirmherr der Streitbare

    Parkplatzüberhöhung:  150 m
    gr. Sinken:  runtergaloppierend auf den Bobsch gefallen
    (unter dem Gewicht
    meines Rucksackes
                       und dem lieblichen Gelächter junger Burgfräulein)

  • 31.8 - 03.9.06 Meduno - Italien light

    Das erste Mal Meduno (Provinz Pordenone), ein voller Erfolg. Es war an jedem Tag fliegbar, die Bedingungen eindeutig, das Fliegerpublikum gewaltig in Stimmung.

    Nach 5 1/2 Stunden Fahrtzeit von Linz gerechnet sind wir mitten in der Nacht in dem kleinen verschlafenen Dorf angekommen. Ursprünglich wollten wir "am Berg" in einer kleinen Absteige nächtigen. Dass der Laden wegen immens fröhlichem Drogenkonsums zugesperrt wurde, konnte keiner vorraussehen.
    Wurde halt im Auto gepennt.

    Startplatz mit Startplatzbenützern

    Das Wetter war den ersten Tag so, wie es sich dort angeblich eher selten präsentiert. Fernsicht bis zum Anschlag.

    Startplatz zur Poebene

    Es geht auch so, und da gehts aber auch (bei uns daheim würde man guten Gewissens den Sessellift als Abstiegshilfe wählen)!

    ...aber sicher war es fliegbar!

    Obwohl das Fluggebiet für italienische Verhältnisse recht gut durchorganisiert ist, kann man eigentlich machen was man will. Nur Akro sieht der Sergio (richtiger Fliegerpapa, der schaut halt auf seine Küken) nicht wirklich gern. Sind nämlich auch einige Deutsche dort und das erklärt ja eigentlich alles, nich?

                             
    Autocamp
    Fliegerisch wird es (zumindest Anfang Sep.) ab 10:30 Uhr interessant. Da kann man noch einen lässigen Abgleiter machen. Nachher gehts rauf!

    Start in 5, 4, 3,...

                               einfach...
                     ...so...
           ...so...
     
    ...einfach!
    Start auf der Drachenrampe, no respect!

    Die Flüge gestalteten sich je nach Startzeit, anspruchsvoll ruppig (dafür gings richtig rauf) oder ruhig (soaren in permanent gleicher Höhe bis zum Schlafengehen), jeder kann haben was er will und ich wollte thermische prügel;-)!

    erste Tankstelle links nach Start
                              hardwear: eps3/firebird viper, softwear: schirmherr

    Die Fotos die ich im Flug aus der Hüfte geschossen hab waren dann doch nicht so gut. Es war halt schon eher arbeitsreich in der Luft!

    ...frisch und fröhlich den Bart verlassen;-)!

    Ewiges soaren deluxe war am Abend fast immer drin. Die Piloten aus Down Under haben uns insofern auf trapp gehalten, als diese keine Ahnung von irgendwelchen Vorrangregeln hatten (nerviges Slalomfliegen mit Linsverkehrmenschen).   

    tuchhaltige Luft

    wo

    Sehr gelungen die "Operation Meduno". Kann schon sein dass man mich dieses Jahr noch mal dort antreffen kann - spätestens 07.

    Fazit: Das Verhältnis von Fahrtzeit zu Flugzeit hat
           gepasst, und das kenn ich auch anders.
                                  
                                   (vermute die "kleine Absteige" wär
                                    trotzdem lustig gwesen!
                              
               

    7 Flüge (5 Toplandungen)
    Flugzeit: ca. 4,5 Stunden
    gr. Steigen:
    3,5 m/s (dafür permanent)
    gr. Sinken:
    5,8 m/s
    über Start:
    300 m

  • 25.08.06 Treffsicher zur falschen Zeit am richtigen Ort

    Auf Grund der für Flieger katastrophalen Wettersituation hab ich nicht mal ans Fliegen gedacht.
    Ok das war gelogen, bin immerhin infiziert und kann und will immer.
    Es ist nur so, dass mein Schirm die zwei jährliche Gesundenuntersuchung war nehmen muss. Auch der Retter sollte wieder mal neu gepackt werden.

    Die Daniela (Flugpatriarchin zu Hinterstoder/Höss) hat mich dann doch überredet noch einen Flug zu starten.
    Beim Sesselliftfahren hab ich recht schön ein Tandemgespann beobachten können dass aufgrund der starken Thermik regelmäßig aus der Wolke spiralen musste, juhu.

    Bin am Nordstartplatz raus und Richtung Tal. Die vorhandene Thermik war gerade jetzt zu schwach um aufzudrehen und gerade jetzt zu stark (in Verbindung mit kräftigem Wind) für einen ruhigen Gleiter. 3-4-5 m/s Saufen über der Mittelstation.

    Was bleibt ist munteres Spiralen und WO's überm Landeplatz.

    step one
          step two
                    step three

    Bei der Heimfahrt bin ich noch nach Micheldorf und hab die Jungs beobachtet die mit stark überhöhtem Luftstand ihre Kreise zogen. Typisch!

    Nach einem kurzen Telefonat hat mir die Dani tatsächlich abgenommen dass hier bessere Schulungsbedingungen herrschen als in Hinterstoder und überhaupt alles viel besser und schöner und... Nur so komm ich wieder zu meinem Schirm, den ich ihr ja blöderweise kurzfristig überlassen hab.
    Dass die Thermik dann weg war, als sie da war, versteht sich von selbst (wie versprochen, Schulungsbedingungen;-)).

    Trotzdem!
    Konnte noch einen genialen Gleiter mit stark vermindertem Sinken und dem üblichen Turnprogramm genießen.

    Burg Altbernstein in Micheldorf

    da schirmherr

    gr. Steigen: 2,3 m/s
    gr. Sinken: 10,5 m/s
    Flugzeit overall: 25 min

    Fazit: Wie gesagt, zur falschen Zeit am richtigen Ort und...wer seltener davon kostet hat trotzdem spass dabei!

  • 27.07.06 Ternberg -- black hot summer

    Der Blick in die Austrocontrollzauberkugel lässt mich nicht gerade euphorisch werden. Heiße Luft bis sonst wohin, Gewitterneigung im Bergland und Windrichtungsangeben lassen sie überhaupt weg.

    Trotzdem.
    Wenig erwartet und von allen am meisten bekommen, was gibts schöneres!

    Habe mich mit der netten Flugkollegin Elgard auf den oberen Startplatz (Herndleck) geschleppt und versucht sehr tapfer dabei auszusehen. "Bis 37° Celsius im Schatten".

    Dort war kein Schatten und auch kein Wind und einfach nur sehr heiß!

    Der Wind stand richtig an und ich konnte über dem Grat immerhin 190 m über Startplatz aufdrehen. 

                              Trattenbachtal

    Es war bockig genug um abzuhauen als die Thermik es auch tat. Bin noch a bisserl in der Gegend herumgeeiert und habe die Aussicht genossen.

    schirmherr 

               Landeplatz 90 Grad 

    A bisserl Turnen für Beine und Po und den Landeplatz augekostet der super getragen hat und mich fast nicht wollte.

    Landeanflug

    Danke an meine kleine Helferin!

                            Dara mithelfen

    Grüß Gott, grüß Gott

    da schirmherr

     

  • 17.07.06 - Ternberg - najo, najo...

    Munter um 8 und los gehts. Dank an die Oma für das guate Frühstück welches locker für einen 100 km Streckenflug gereicht hätte.
                                                                                       meeii Oma
    (bist also doch im netz oba deine fiaß siagt ma eh ned guat)

    Wieder in Ternberg angekommen gehts gleich rauf...aber nur auf den Startplatz. Der erste Flug ist irgendwas! Leeig, saufen, steigen aber hauptsächlich saufen. 10 min später steh ich am Boden. 

    Für den Zweiten lassen wir uns mehr Zeit. "Zu Mittag gehts dort nie" so da Zeti! Jo, jo, wir lässig beim Badebuffett und die anderen in der Luft (mit beträchtlichem Luftstand, bravo). 
    Also nix wie wieder rauf auf'n Berg. Wir oben, alle anderen abgesoffen. 

    Angeblich geht nachmittags nix!

    Schauma moi wos ma kriagn! Raus und gleich über den Grat (so wie ausgemacht)! Und tatsächlich, es hebt ein wenig. So wirklich aufsoaren geht dann doch nicht und so flieg ich Richtung Tal. Zwischen Grat und Enns auf einmal einen Bart ausgegraben.

     Freibadepsilon 3

    Supig, nur recht zerrissen der Gute. Ich verbeiss mich und kann nochmal über Startplatzhöhe aufdrehen und  dem Zeti beim Landen zuschauen (gut gemacht was ich von oben beurteilen kann). 

    Plötzlich ist die Thermik verschwunden, mia is oba wurscht. Noch ein paar Fotos geschossen und wingovernd landen gegangen.

    Landeplatz mit Norbert

    Völlig zufrieden und gesättigt gehts Richtung Gallneukirchen (Blödsinn, jetzt erst recht süchtig auf Thermik - wehe dem nächsten Bart...)!

    Achtung Süchtiger!!!

    schirmherr

    Flugzeit: 15 min
    gr. Steigen: 2,3 m/s
    gr. Sinken: 5,8m

    Fazit: Die Bedingungen waren nicht die Besten, meine Einstellung schon!
                                                      

  • 16.07.06 - Ternberg - Das Glück war auf unserer Seite

    Der Flugwetterbericht sagt "Nordost (20 km/h)" an und "Talwindsystheme beachten". Prompt bekommen wir (war mit Zeti unterwegs) die Bestätigung als wir in Hinterstoder ankommen.
    Der Talwind pfeift was er kann und wir sehen unschöne Landungen (Frontstall 4 m überm Landeplatz, Totalzerstörer 150 m über Start) und Gesichter die sich nicht ganz sicher sind ob sie weinen oder lachen sollen nach dem Flug. Doch es ist fliegbar, aber wie?

    Wir beschließen Richtung Ternberg (bei Steyr) zu reisen, und das war die erste gute Entscheidung an diesem Tag. Einige Piloten hatten schon recht hoch aufgedreht und wir hoffen auf beste Flüge.

    Am Startplatz angekommen beobachten wir das Treiben und sind froh über die ersten Dummis die rausgehen und...alle absaufen. Egal, so ein Gleiter zum Anfang ist auch nicht schlecht. Gegen 14:00 Uhr starten wir raus und siehe da...es geht!
    Es hebt uns über den Grat und wir können ein wenig aufsoaren. Dann plötzlich der rettende Bart der mich 400m über Startplatzhöhe trägt. Oooooh yeeesss!

    Startplatz

    Die Wolken kommen näher und ich entschließe mich (Fehler) aus dem Bart auszusteigen und Richtung Tal zu fliegen weil da einer noch höher aufdreht.

    Wokenstraße

    Den Bart in Talmitte bekomme ich nicht und saufe ab. Habe aber den Zeti brutal ausgekurbelt und mich darüber gefreut wie a Kind vor'n Weihnachtsbam!

     die Enns

    Dass er es besser machte und den Tag so richtig nutzte muss ja nicht unbeding erwähnt werden.

    Zeti

    Ternberg

    Haben dann noch einen zweiten (Ternberg) und dritten (Micheldorf) Flug angerissen, außer Lee nichts gewesen. Egal, einen Radler haben wir uns trotzdem verdient und sind mit Franzi und Freundin nach Steyr.

    Steyr Altstadt Franzi und Fräulein 

    Alles in allem ein guter Flugtag. Am Abend zua Oma nach Micheldorf. Morgen wird wieder angegriffen!

    Flugzeit: 30 min
    gr. Steigen: 4,2 m/s
    gr. Sinken: 8,9 m/s

    Fazit: den Bart nicht aufgeben sondern ausdrehen, oida!!!

  • versenken / sich vertiefen - im Weißenbachtal

    10.07.06 - mein Herz tanzt! Der Flugwetterbericht sagt "ich darf fliegen"! Glaube das und packe meine Sachen und den Polansk ein und reise nach Hinterstoder/OÖ. Dort angekommen wurden wir aufs herzlichste von der lieben Daniela begrüsst (sie weis halt was sie an uns hat).
    Jetzt nur keine Zeit verlieren und rauf mit der Gondel. Am Berg schließen wir uns der crowd an die zielsicher zum falschen Startplatz (West) sich begibt.
    Startplatz zu Babel
    Der Startwind überascht uns damit dass er 
    konsequent von hinten (nordest) kommt. Wie 
    üblich wird dem Piloten liebsten Spiel
    gefröhnt, möglichst gegensätzliche Wetter und
    Flugprognosen abzugeben und damit 
    allgemeine Verwirrung stiften. 
               Startverweigerer 
    Richtig Starten war zuvor scheinbar als 
    verboten ausgemacht worden (Fehlstart-
    Orgien ohne Ende)! Trotzdem, eine gute Phase und 
    die ersten Dummis gehen raus. Je nach 
    Wahlverhalten ein Abgleiter oder mehr. 
    Etliche Piloten schrauben sich mit offen-
    sichtlich guten Steigwerten auf zwofünf
    und der eine oder andere auch in die Wolke.

    In freudiger Erwartung mache ich mich startklar. Der Polansk, der gute Somalia (oder wie hast de Bibelgeschichte?) befreite einen älterlichen Piloten und seinen Schirm aus den Latschen.
     
    Nach mäßigem Start bei leichtem Rückenwind geh ich raus - und runter.
    Kurz: Ich versenke mich im Lee des Weißenbachtals. Als ich mich schon mit dem Gedanken der Baumlandung angefreundet habe (weil sonst gibts dort nichts) tat sich der rettende Steilhangnotlandeplatz auf. Bin dort zwischen den Bäumen eingeschwebt wie ein Hubara und war froh mich zu den knochenlosen Fliegern zählen zu können.
    großzügiger Landeplatz vorhanden...
                               
    Rein zu Selbstmotivationszwecken log ich 
    mir vor, dass so eine Wanderung was 
    gesundes ist und begab mich mit zwanzig 
    (20!)kg am Rücken auf die Reise die eine geschlagene 
    Stunde dauern sollte (ja, es war heiß 
    dort). Übrigens sehr zum empfehlen für den 
    perfekten Familienwandertag.Idyllisch 
    gelegen, kleine Wasserfälle, verfallene
    Hütten...so a Schaß!

    WandersmannWegweiser
                               
    Am offiziellen Landeplatz in Hinterstoder (welcher weit entfernt vom besagten Tal liegt) hab ich mich sogleich mit einem Männerradler (a'1l) belohnt. 
    Der Polansk machte es diesmal richtig und hat zum Nordstart gewechselt wo er noch toll aufdrehen konnte und nur aus Sorge um seinen besten Fliegerkumpel landen ging
    (..wirklich)!
                                        
                                        pro

    Das Landebier haben wir beide gleichermaßen verdient und
    genossen. Das nächste mal darf ich wieder oben sein mein Held, ok?

    da schirmherr (wie passend)

    Flugzeit: nicht enden wollende 10 min
    gr. Steigen: 0 m/s
    gr. Sinken: 7,2 m/S
     

  • 5 m² stoff - kiten

    Habe nach kurzem überlegen beschlossen das Leben nicht einfach so wegzuschmeissen. 40 km/h Ostwind (immer a schaß in OÖ) sind dann doch a bisserl zuviel, obgleich der Wind noch das Beste ist was von Osten kommt. Kiten ist angesagt! 4 Leinen und 5 m² Stoff. Von den wirklichen Junkis gerne als Ersatzdroge für's Paragleiten benutzt. 
    lockerlässigstoff
    Der verursachte Flurschaden war vorprogrammiert da das Gras im Hügelland derzeit zu lange ist. Habe die fürchterlich verärgerte alte Bäurin an einen gewissen "Brüssel" verwiesen von dem sie ja angeblich das Geld für eh alles bekommt (ok,das war jetzt gelogen).

    ... den Wind ausgekostet, die Arme lang gemacht und den Kopf kurz 
    freibekommen!
     

    klanamau75

     
    ...absalutiert und weg...

  • Starkwindsoaren am Pfenningberg

    Der Flugwetterbericht hatte für den heutigen Tag Windgeschwindigkeiten bis 40 km/h (in 1500 msl) gemeldet. Also nichts für Fluggebiete wie die Höss oder Micheldorf. Eigentlich gar nichts zum Fliegen.
     
    Hätten wir da nicht am Pfenningberg (nächst GH Taxleitner) eine tolle Soaringkannte. Gut, toll ist vielleicht übertrieben (geringer Höhenunterschied, drei Bäume genau an der Kant'n...) aber wir sind auch mit wenig zufrieden.
     
    Der Wind stand gut an und wir konnten immerhin ca 50 m den Landeplatz überhöhen. Steigen bis zu 5 m/s! Leider nicht gerade ruhig in der Luft, also waren die Flüge nie von langer Dauer (weil hosengaga).
    Am Schluss noch a bisserl herumgeturnt und davon Fotos gemacht.

    zeti start
    zeti1    
                      zeti2

    ...herzlichen Dank an unseren Lieblingsbauer, 
    wir vermeiden den Kontakt mit der Futterwiese
    wenn irgendwie möglich, gell!                 
                                                      
    schirmherr

  • Flug 3/06, Hohewand (NÖ), 27.03.2006

    Da ich beruflich zurzeit in Eisenstadt verweile (es wird geprüft ob Österreich nicht doch mit 8 Bundesländern das Auslangen finden könnte)habe ich das Fluggebiet Hohewand antesten dürfen.

    Windtechnisch nicht vom Glück verfolgt hat es zum ordentlichen Aufsoaren leider nicht gereicht aber die Kulisse (Felswand) ist schon der Hammer. Sind (polansk war dabei)im Schnee gestartet bei leichtem Rückenwind. Der Landeplatz liegt so nah am Startplatz (bis drei zählen, schon vorbei) dass die geringe Höhendifferenz zu verschmerzen ist.
    Haben den Flug mit einigen Nullschiebern ein wenig verlängern können.

    da schirmherr

    Steigen: 0.8 m/s Sinken: 4 m/s Flugdauer: 15 min (statt den vom dort ansässigen Club garantierten 3 min!)

    PS: Tipp, ungarisch ab der ersten Klasse Volkschule wäre ein guter Anfang. An alle Ungarn - Danke für's ausborgen, wir brauchens nimma! 

    vomBoden
    ausderLuft

    (Büdl san vo an ondern flug, wurscht)

    Hohe Wand, 30.05.2006


                  "Gewinner der Full-Respekt-Wertung für rotzfreches Starten"
     



    Die Bedingungen haben diesmal viel besser ausgeschaut. Von weitem schon einige Piloten am Himmel hängen sehen.
    Der Wind war stark genug um zu soaren und wir waren sehr bereit. Am Startplatz wollte keiner vor uns raus, dann machen wir das (...gerne, wenn ihr das so wollt, verstehen wir).

    Der Polansk ist als erster raus und, habidere, es hat ihn in die Höhe geschossen. Lee im Startbereich, hod schiach ausgschaut.

    Ich hab dann doch ein wenig gewartet bis der Wind etwas mehr von vorne gekommen ist. Gut angestanden und los gehts. 
    Bin noch nicht mal richtig im Gurtzeug gesessen da hab ich auch schon (bei sehr geringem Luftstand) zwei gscheite Klapper kassiert. Konnte diese aber reparieren und habe mich dann in der wirklich ruhigen Luft vom Schreck erholt.

    Der Rest war ein Traum: Eine Stunde soaren ohne Höhe zu verlieren und die Kannte abfliegen bis es fast schon a bisserl fad gworden ist.

    Anbei die Lichtbilder die der gute Polansk so gekonnt aus der Hüfte geschossen hat, danke auch dafür!

    abgeschnittenich

     hohewand
                             
                  Richtung WR Neustadt

    eps und eps
                             
                  Kunst... 

    griaß eich,
    da schirmherr


    Flugzeit: 1 Stunde gut (toplanding)
    gr. Steigen: 2,5 m/s
    gr. Sinken: ?


    Fazit: Wer Fliegen will muss auch Starten!

  • Flug 2/06, Höss, 18.3.2006

    "Süd/Ost" war angesagt und deshalb hab ich das Fluggerät nur sicherheitshalber mitgenommen...zu recht (astreiner Nordwind)! 
    "Der Nebel löst sich ab Mittag auf"...dem war nicht ganz so!

    Am Vormittag die Pisten unsicher gemacht, mich geärgert über die Unmengen "Schifahrer" und sehr sehr lange in der Schlange gestanden.

    Zu Mittag, es sind schon so zwei oder drei Helden der Lüfte gestartet (Blindflug), hab ich mir dann doch meinen Schirm geholt und bin (grins), mit erhobenem Haupt an der wartenden Menschenmenge vorbei im eigenen 6er Sessellift auf den Berg. Am Nordstartplatz haben gerade vier Piloten aufgelegt und ich kann mir die Sache mal anschauen.

    Der Startwind ist nicht der Rede wert und es muss viel gelaufen werden. Dann bekomm' ich stress weil es plötzlich wieder zuzieht und ich der letzte bin.
    Kein Problem für mich und bin auch schon draußen. Bis dahin alles richtig gemacht was möglich war, hab nur übersehen (auch des Nebels wegen) dass die meisten der Piloten gleich nach Start abgebogen sind Richtung Westgrat und dort schön aufdrehen konnten.
    Hab das erst bemerkt als ich mich wingovernder Weise schon recht weit runtergespült habe. Überm Tal dann auch noch was vom Steigen abbekommen und ein wenig Höhe gutgemacht.

    Nach der Landung die Cracks gefragt ob es heute noch mal Sinn macht. "Besser wird's heut nicht mehr" war die Antwort. Ok, also wieder in die Foltergeräte von Schischuhen und rauf auf den Berg.

    20 Minuten später war dann das schönste Flugwetter und die "Hinterstoder-Paragleiter-Crowd" schraubte sich in den Himmel.
    Nicht hoch aber lange und der schwule Adler war auch mit dabei. Ich mit Tränen in den Augen auf der Piste. Ja so ist das mit dem Thermikfliegen. Oft geht überhaupt nichts, aber wenn ist es das geilste Gefühl wo gibt.

    Nächstes Mal bin ich oben, versprochen!!!

    da Schirmherr

    Flugzeit:
    20 min Steigen: 3 m/s
    (am kleinen Priel angeblich 7,5 m/s!!!)
    gr. Sinken: 10,5 m/s
    IMG_1099
    Nordstartplatz an/in der Basis!
     

    grauer Himmel und ich 
    grauer Himmel und ich (1 Stunde später alles blau und sonnig)

  • Neues Jahr neuer Blog!

    Das unvollständige Flugbuch 2005 ist unter http://schirmherr.blog.de nachzulesen!
    Dieses Jahr soll alles besser werden. Besser was die Vollständigkeit meiner Eintragungen und viel besser was die Flüge (hinsichtlich "was hol' ich raus und wie hab ich möglichst viel Spass dabei) betrifft.

    Mittlerweile 2 echt lässige Gleitflüge auf der Höss/Hinterstoder (im schönen Oberösterreich) genossen. So gut wie keine Thermik aber immer sehr schön am Himmel herumgeturnt. Die jeweilige Eintragung zum Flug wird nachgereicht.

    herzlichst, da schirmherr

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